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Zika-Virus – Was Reisende jetzt wissen müssen



Seit einiger Zeit hat ein Virus aus tropischen Regionen die volle Aufmerksamkeit der Medien und sorgt mit seiner rasanten Ausbreitung für immer neue Schlagzeilen. Von Brasilien aus, wo bereits von bis zu 1,5 Millionen Zika-Infektionen ausgegangen wird, bereitet er sich über den ganzen amerikanischen Kontinent aus. Derzeit tritt er in über 20 Ländern Lateinamerikas und der Karibik auf, verstärkt in Brasilien und Kolumbien.

Übertragen wird das Virus durch Mückenstiche. Die ausgelöste Infektion verläuft in der Regel nicht gefährlich und weist Symptome einer leichten Erkältung auf, wie leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder auch Hautrötungen. Manche Infizierte zeigen dem Robert-Koch-Institut zufolge Zika-Virus - Wichtig ist Mückenschutzgar keine Symptome. Allerdings wird das Virus, wenn schwangere Frauen sich damit infizieren, für Missbildungen an ihren neugeborenen Kindern verantwortlich gemacht. Sie kommen mit zu kleinen Köpfen und dadurch erheblichen geistigen Behinderungen auf die Welt.

Betroffene Gebiete meiden oder für guten Mückenschutz sorgen

Momentan gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch ein Medikament zur Behandlung, wenn man sich angesteckt hat. Da sich das Virus aber in fast explosionsartiger Geschwindigkeit ausbreitet, hat die Weltgesundheitsorganisation WHO vor einigen tagen bei einer Notfallsitzung den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dies geschah zuletzt beim Ausbruch von Ebola in Westafrika.

Die Auswirkungen des verstärkten Auftretens der Zika-Infektionen sind vor allem für Reisende nach Süd- und Mittelamerika interessant. Die Welttourismusorganisation UNWTO erklärte dazu, dass es nach dem derzeitigen Stand keine Reisebeschränkungen in die von Zika betroffenen Länder geben soll – somit hat der Gesundheitsnotstand also derzeit keine Auswirkungen auf Flüge nach Lateinamerika.

Sowohl das Auswärtige Amt als auch die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) raten jedoch schwangeren Frauen dringend dazu, Reisen in die Risikogebiete zu vermeiden.

Reisenden, die sich in den betroffenen Gebieten aufhalten, wird empfohlen, sich mit Insektenschutzmitteln, langer Kleidung und Moskitonetzen vor Mückenstichen zu schützen, da das Zika-Virus von der Ägyptischen Tigermücke übertragen wird.

Reiseveranstalter und Airlines zeigen sich kulant

Ausbreitung des Zika-VirusInzwischen reagieren viele Reiseveranstalter und Fluggesellschaften auf die Situation und bieten Schwangeren an, bereist gebuchte Reisen in ein Risikoland kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Falls es nötig wird, soll es verlängert werden, aber bei Thomas Cook und Tui gilt diese Regelung vorerst für Reisen mit einem Abreisedatum bis zum 31.März und mit einem der folgenden Reiseziele: Brasilien, Panama, Ecuador, Mexiko, Barbados, Puerto Rico, die Dominikanische Republik und die Kapverdischen Inseln.

Bei Tui sind es zusätzlich noch El Salvador, Guatemala, Honduras, Bolivien, ChileKolumbien, Venezuela, Paraguay, Martinique und Guadeloupe. Die Liste der Länder kann je nach Entwicklung der Lage angepasst werden. Für Kunden von DER Touristik gibt es keine Beschränkung durch ein Abreisedatum.

Wer als Schwangere die Reise nicht über einen Veranstalter als Pauschalurlaub gebucht hat, muss sich an seine Fluggesellschaft wenden.

Entscheidend für eine kostenlose Umbuchung oder Stornierung ist, dass die Schwangerschaft nachgewiesen werden muss. Urlauber vor der Abreise mit Ziel Lateinamerika und auch solche, die bereits am Urlaubsort sind, werden durch die Reiseveranstalter über die Zika-Situation informiert, sollten sich aber auch unbedingt selbst informieren und auf dem Laufenden halten.

Staaten in Lateinamerika und Südostasien bekämpfen Mücken

Inzwischen nehmen die Aktionen zur Bekämpfung des Virus weltweit zu. Die Staaten Zentralamerikas haben dazu auf einen Aktionsplan geeinigt, dessen oberstes Ziel es ist, vor allem Schwangere besser vor einer Infektion zu schützen. Zur einer der vordringlichsten Maßnahmen wurde das Ausräuchern der Brutstätten von Moskitos erklärt.

Auch einige Länder in Asien haben den Moskitos den Kampf angesagt. So machen beispielsweise die Gesundheitsbehörden in Kambodscha, Thailand, Malaysia und Singapur  aus Sorge vor einer Ausbreitung des Zika-Virus mobil. Man versucht hier, mit dem Einsammeln von Mückenlarven und dem Trockenlegen von Brutplätzen gegen die Mücken vorzugehen.

Auch der US-Bundesstaat Florida hat wegen dem Auftreten des Zika-Virus in vier Counties den medizinischen Notstand ausgerufen.

 

 

 

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