08. Februar 2012
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Historisches Museum Bremerhaven - Kultur und Geschichte an der Küste

Das Historische Museum Bremerhaven liegt im Stadtzentrum in reizvoller Lage am Ufer der Geeste, eines Weser-Nebenflusses. Das mehrfach preisgekrönte Museum präsentiert auf abwechslungsreiche Weise die Geschichte der Seestadt und ihrer Umgebung von den frühesten Spuren menschlicher Besiedlung vor 120.000 Jahren bis in die 1960er Jahre. Zwei chronologisch aufgebaute Abteilungen zur Stadtgeschichte, drei Schwerpunktabteilungen zu den Arbeitswelten der Hafenstadt, eine Abteilung zur Geschichte der Region vor der Stadtgründung 1827 und eine Gemäldegalerie mit Ansichten von Bremerhaven und Umgebung vermitteln ein lebendiges Bild vergangener Zeiten. In der Dauerausstellung sind kostbare Originale wie etwa der bedeutendste Goldfund Norddeutschlands, Modelle und Inszenierungen, wie zum Beispiel eine typische Hafenkneipe oder eine Museumswerft, zu sehen. Vor allem für Familien bietet das Historische Museum Bremerhaven eine Vielzahl an Medien, interaktiven Elementen und Spielen an. Ein großformatiges Hafenspiel und PC-Spiele zum Thema Containerumschlag und Schiffbau laden ein, selbst aktiv zu werden. Zum Mittelalter besteht ein eigener Mitmachbereich. Neben der Dauerausstellung präsentiert das Historische Museum Bremerhaven regelmäßig Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen. Ein vielfältiges Veranstaltungsangebot mit öffentlichen Führungen und Vorträgen, Konzerten und Aktionstagen richtet sich an eine breite Öffentlichkeit. An der Museumskasse liegt eine kostenlose Museumsrallye für Kinder bereit. Gruppen können Führungen oder museumspädagogische Programme zu verschiedenen Themen buchen. Das Museumsschiff FMS „GERA“, eine Außenstelle des Historischen Museums Bremerhaven im Schaufenster Fischereihafen, ist das einzige schwimmende Museum zur Hochseefischereigeschichte in Deutschland. Auf dem letzten deutschen Seitentrawler ist die Zeit stehen geblieben. Die Besucher/innen können hier die Originalausstattung vom Fangnetz über die Maschinenanlage bis zu den Kabinen bestaunen. Eine Ausstellung, Großfotos und Dokumentarfilme veranschaulichen eindrucksvoll den harten Arbeitsalltag an Bord. Die „GERA“ wurde 1959/60 auf der Peenewerft in Wolgast gebaut und stand bis 1990 im Dienst des Fischereikombinats Rostock. Sie ist als Seitentrawler konzipiert, d. h. das Aussetzen des Netzes erfolgte über die Steuerbordseite. Eine Fischnetzwinde, Galgen und Ladebäume unterstützten das Aussetzen und Einholen des Netzes. Dennoch musste der Großteil der Arbeit durch Menschenkraft geleistet werden. Zu besonderen Anlässen bietet der Freundeskreis FMS "GERA" ein besonderes Vorführprogramm an. Ein Kapitän steht auf der Brücke und erläutert die nautischen Geräte, ein Bestmann demonstriert die Arbeit auf dem Fangdeck und die Maschinenmannschaft setzt die Vater- und Sohn-Anlage in Betrieb. Gruppen können Führungen mit einem ehemaligen Hochseefischer buchen. Für Schulklassen und Kindergeburtstage wird nach Anmeldung ein museumspädagogisches Programm angeboten.

Informationen

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23.09.2008

23.09.2008

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